Weihnachtsfrieden

Uff! Gerade noch geschafft!

Ich stehe seit Jahren in der dunklen Jahreszeit unter Beobachtung. Unser Pförtner lauert mir auf und weist mich darauf hin, dass ich mit meiner kaputten Fahrradbeleuchtung eine Gefahr für mich und alle anderen Verkehrsteilnehmer darstelle.

Gestern war es wieder so weit. Er stellte mich auf dem Flur, ohne dass ich ausweichen konnte. Mit erhobener Stimme steigerte er sich schliesslich zu der Aussage: „..wenn ich mit so einem ohne Licht zusammen stossen sollte, dann hau ich ihm noch eine rein..“. Seine Stimme vibrierte verdächtig.
Ich beendete die Konfrontation mit den Worten: „..wenn Sie dann noch eine Chance zum Zuschlagen haben..“.

Nun hat mein schlechtes Gewissen gesiegt. Für 25 Euronen hat mich der Fahrradfritze meines Vertrauens wieder beleuchtet.

Sollte der Pförtner mich morgen mit triumphierenden Gesichtsausdruck ansehen und einen Sieg seinerseits einfordern, werde ich mich dieses Ansinnens raffiniert widersetzen.

Ich weiss nur noch nicht wie.

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10 Gedanken zu „Weihnachtsfrieden“

  1. Nun hat mein schlechtes Gewissen gesiegt. Für 25 Euronen hat mich der Fahrradfritze meines Vertrauens wieder beleuchtet.

    Ach Gerd, was Dir fehlt, ist eine ERLEUCHTUNG.

    Dieser Beitrag hat den G-Faktor +5,07

  2. Dieser Pförtner erinnert mich an mich selbst, als ich eine Zeitlang meinen Liebsten von den Vorzügen einer Fahrradbeleuchtung versuchte zu überzeugen. Erst rabiate Eskalation zeigte den nötigen Erfolg. Er ist jetzt bestimmt ganz selig und kann endlich wieder gut schlafen! Gönnen Sie ihm diesen kleinen Triumph, er hat lange dafür gekämpft!

  3. Klabauter + meine Frau sind für „Friede, Freude, Eierkuchen“.

    Und jetzt kommen Sie mit dem äußerst unweihnachtlichen Vorschlag, Neo-Bazi! Wo bleibt da die Weisheit des Alters?

  4. Wann eigentlich wird endlich mal Versicherungspflicht, Nummernschild, Bußgeldkatalog, Fahrschule und Führerschein für Fahrradfahrer eingeführt ?
    Zeit wird es. So dämlich wie so mancher fahrradfahrender Zeitgenosse unterwegs ist, kann man doch gar nicht sein. („Wieso Licht? Ich sehe doch alles!“). Von einem psychologischen Gutachten, bevor man überhaupt als Fahrradfahrer am Straßenverkehr teilnehmen darf, will ich ja gar nicht reden.

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  5. Das IST die Weisheit des Alters.

    –> Uwe
    Diese Forderung ist längst überholt, Herr Uwe Visitor. Sie glauben gar nicht, wie oft ich umgerannt wurde (fast immer von weiblichen Passanten), als ich mit Krücken unterwegs sein musste. Angefahren wurde ich nie.Und wer steht immer dämlich auf dem Radfahrweg an der Bushaltestelle rum?

    Wir fordern die Aufnahme einer Ausgeherlaubnis für Fußgänger in die Europäische Verfassung! Aber der Schäuble wird’s schon richten, der ist ja auch mobil unterwegs …

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