Hedonismus im Alltag

Ein junger, nicht unsympatischer Kollege ist kürzlich in sein gebraucht gekauftes Reihenhaus umgezogen.

Wenn ich mich nicht irre, wohnt er dort alleine. Seine finanziellen und sonstigen Verhältnisse sind geordnet. Er sieht gut aus, ist intelligent und hat einen zur Ironie neigenden Humor. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass er gesund lebt.

Er soll auch schon mal mit einer Freundin zusammen gewohnt haben.

Sein planendes Lebenskonzept wurde kürzlich deutlich, als wir in der Caféteria über das notorische Thema der Kinderlosigkeit junger und erfolgreicher Menschen sprachen.

Es sei doch sehr zu bedauern,

sagte er sinngemäß,

dass so viele Kolleginnen, die vor dem Kinderkriegen so gut ausgesehen hätten, danach aus dem Leim gegangen wären und auch sonst nicht mehr auf ihr Äußeres achten würden.

Eine zuverlässige Methode wäre es,

und er sah mich insistierend an,

wenn man sich eine Frau nähme, die durch ein schon vorhandenes Kind bewiesen hätte, dass sie zu der Sorte Frau gehört, die auch nach dem Kinderkriegen noch gut aussieht.

Irgendwie konnte ich ihm in dieser Angelegenheit keinen Rat geben.

Aus seiner Äußerung war ja immerhin zu entnehmen, daß er den Reproduktionsgedanken nicht grundsätzlich ablehnt.

PS: Meine Frau war ganz oben auf der Palme.

6 Gedanken zu „Hedonismus im Alltag“

  1. Schlagen Sie ihm doch eine Leihmutter vor („findet man heute schon bei Ebay!“) und erfreuen Sie sich an seinem Unbehagen. ;-)

  2. O, die Klabauterfrau kommentiert wieder! Habe gerade nachgeguckt. Es gibt also nicht nur Traummänner sondern auch Traumbabies. Herzlichen Glückwunsch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.