Wir schreiben einen Roman (in der Küche)

Ist doch nett, wenn die Eltern noch mit dem Kind reden.

Das Kind hat Spass an der Schule. In Deutsch soll sie auf fünf Seiten eine Geschichte zustande bringen, in der ein „Adrian Soundso“ HartzIV-Empfänger ist, Havannas raucht, gerne kocht und angelt. Er ist geschieden und hat zwei erwachsenen Kinder.

Ich (der Vater) habe bei den Handlungsentwürfen, die wir in der Küche diskutierten, den Bankbeamten vorgeschlagen, der nach dem beruflichen und ehelichen Scheitern mit Pennern zusammen angelt und an einer guten Rotweinflasche stirbt, die ihm über Kopf gezogen wird.

Den Bankbeamten wird das Kind wohl in die Geschichte einbauen. Ansonsten hat sie eher Sympatien für Kettensägen.

3 Gedanken zu „Wir schreiben einen Roman (in der Küche)“

  1. Er könnte auch von einem vagabundierenden Hai an seiner Angel in die Förde gezogen und gefressen werden, um eine Prise gesellschaftskritischer Symbolik einzustreuen.

    Aber warum muss er überhaupt sterben? Bloß wegen Frau weg und Harz IV? Ich bitte Sie. Der Ansatz ist zu düster. Lassen Sie ihn doch eine Neue finden, einen Goldschatz angeln oder ein verletztes Robbenbaby retten und zum erfolgreichen Tierschutzaktivisten werden oder machen Sie ihn sonstwie zum Siegertypen!

    Wenn einer Fiktion braucht, dann ein Typ wie Adrian.

  2. Ich frag das Kind mal. Morgen muss sie abgeben. Das mit dem Hai in der Förde wird sie bestimmt gut finden, von wegen der Erderwärmung.
    Die Siegertypenversion wird sie nicht so mögen, weil nemblich sie ist ein Mädchen und stellt den Männern gern der Fuß in den Nacken.

    Update: Der Lehrer hat die Story gelesen und sich nach dem psychischen Zustand des Kindes erkundigt88|

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