Aus dem Tagebuch eines Ruheständlers

Seit Mittwoch bin ich vormittags Ruheständler mit Single-Charakteristik. Frau ist halbtags arbeiten, Kind geht zur Schule.

Eine Herausforderung und Versuchung.

Da hier und jetzt und überhaupt kein Intim-Striptease stattfindet, verrate ich jetzt nicht, ob und wenn ja wie oft und von wann bis wann wenn ja (wo würden Sie jetzt ein Komma setzen?) ich nach dem Abgang von Frau und Kind wieder ins Bett gegangen bin.

Das geht Sie ja nun wirklich nichts an. Aber schön kann es schon sein, leicht fröstelnd mit der Zeitung wieder in das Bett zu hüpfen. Theoretisch könnte die Restmüdigkeit der Nacht dazu führen, dass sich dann wieder ein Nickerchen einstellt.

Stell ich mir so vor.

8 Gedanken zu „Aus dem Tagebuch eines Ruheständlers“

  1. Mein Ritual lieber Wüstenfloh ist durchaus nachahmenswert:
    Kurz nach Frauchen (05.00h)aufstehen, Kaffee ist fertig. Frau duscht, ich lese bei einer Tasskaff Zeitung.
    Bevor Frauchen abfahrbereit, öffne ich ihr Hoftor und Garage.
    Frauchen fährt. Ich schließe die Tore.
    2. Tasskaff – Zeitung lesen.
    Den weiteren Ablauf regelt das Wetter.
    Schlecht? Bett! Bis 10.00h schlafen.
    Gut? Duschen! und auf den Tag vorbereiten und solche Kommentare wie
    diesen hier verfassen.

  2. Anstelle von:

    Bevor Frauchen abfahrbereit, öffne ich ihr Hoftor und Garage.
    Frauchen fährt. Ich schließe die Tore.

    setze ich mal:

    Frau an Wohnungstür verabschieden, winken bis zum nächsten Treppenabsatz. Ich schließe die Tür.

    und aus 5:00 Uhr mache ich mal 7:00 Uhr.

    Ansonsten ist die Anleitung recht brauchbar und lebensnah.

    Danke!

  3. Ja, ist schon klar. Der Trick besteht eben darin, dem Frauchen klar
    zu machen, daß sie den besseren Kaffee kocht. Sie bereitet also
    quasi MIR das Frühstück zu. Dieser zeitliche Ablaufplan verhindert
    auch so quälende Gespräche wie:“ Also die Frau XY hat doch wieder…
    und die XZ, die mit dem schwarzen Kind… also das muß ich dir erzählen…“.
    Daß ich ihre Worte aus der Dusche heraus nicht verstehen kann hat sie
    inzwischen begriffen.
    Und das Hoftor hat sie früher schon mehrmals zu früh losgelassen — „Bongggg“.
    Sie ist es zufrieden und ich hab‘ mei Ruah bin stolz auf
    meine Hilfsbereitschaft.

    Geniesse es einfach!

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