ALDI

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das Bild da oben habe ich im lummaland geklaut, weil ich kein eigenes habe. Aber vor unserem ALDI habe ich auch eine Dreiviertelstunde vor Öffnung gestanden, vonwegen dem Notebook. Mit den Leuten im Radius von einem Meter um mich herum gab es sogar nette, scherzhafte Wortwechsel: „Wenn jetzt ne Bande mit Kalaschnikoffs käme…jeder hier hat doch 1300 Euro bar in der Tasche..“.

Bei Öffnung standen vielleicht 30 Leute ohne Einkaufswagen, also potentielle Notebookerwerbskonkurrenten an, ich war der 3. und hatte mich in dieser Spitzengruppe als Kundiger profiliert. Die Dame vor (!) mir hatte verlauten lassen: „..Sie gehen als Kundiger voran, weil Sie ja wissen wo die Notebooks liegen und wir kommen dann hinterher..“.

Wir strömten also ohne Rempeleien in die Lokalität, ich voran, Schwenk nach rechts, schon 6 bis 7 Meter in der Gasse zurückgelegt, da ertönt aus dem Kassenbereich der Ruf: „..die Notebooks gibt es hier..“.

Unter schmerzhaften Adrenalinstößen Schwenk Marsch zu den Kassen. Die armen Schweine ab Platz 20 oder so stehen also als Erste an den Kassen und die strebsamen Frühaufsteher von der vorderen Plätzen im zweiten Glied.

Dieses Feeling muss es auch in der Nachkriegszeit beim Kohlenklau oder beim Anstehen nach Bananen in der Ostzone gegeben haben. Alle schlechten Charakterzüge treten dann ununterdrückbar an die Oberfläche.

Eine resolute ALDI-Frau händigte dann die Notebookkartons, die wie schnöde Persilpakete aussahen, an die notebookgierige Schar an den Laufbändern aus. Alle bekamen ihr Objekt der Begierde. Ruhe und Gelassenheit kehrte ein, die Zivilgesellschaft hatte gesiegt.

2 Gedanken zu „ALDI“

  1. Aber es war knapp. Denkbar knapp. Und die Bestie hat mehr als deutlich Ihre Zähne gezeigt.

    Zitat: …was wissen wir schon, wo zu uns die Umstände noch zwingen werden.
    Zitatende.

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