Für die Hausfrau

Aus dem „Hausfrauenlexikon A-Z“ der Kieler Nachrichten, erschienen als Beilage zur Zeitung:

Asbest ist ein langfaseriges Mineral, das wegen seiner Unverbrennbarkeit vielfach zu feuerfesten Textilien verarbeitet wird. Man stellt daraus auch Ofenauskleidungen und Kochuntersätze her, die z.B. das Anbrennen von Milch verhüten und die Kochtöpfe schonen, die auf diese Weise nicht mit den Flammen unmittelbar in Berührung kommen.

DDT ist ein modernes Insektenbekämpfungsmittel, das bei für Menschen und Haustieren gefahrloser Anwendung (Nahrungsmittel vor DDT schützen) einen sicheren Erfolg und gegen Fliegen, Flöhe, Läuse, Stechmücken und andere Vorratsschädlinge und Verbreitern von Krankheitserregern gewährleistet. Das aufgespritzte Mittel wirkt wochen- und oft monatelang nach.

Formaldehyd, aus Methylakohol hergestelltes, farbloses, giftiges Gas, dessen Lösung in Wasser (Formalin oder Formol) als Desinfektionsmittel dient. Formalin muss bei der Verwendung zum Waschen auf 1:50 verdünnt werden. Formalinpuder wird zur Bekämpfung von Fußschweiß gebraucht.

Idiotie, angeborener oder in den ersten Lebensjahren erworbener Schwachsinn. Ursache: meist Mißbildung oder Gehirnentzündung während der Entwicklung vor der Geburt. Idioten sind schwer bildungsfähig und werden deshalb in Anstalten in Pflege gegeben.

Züchtigung. Eltern haben gegenüber ihren Kindern, der Vormund gegenüber dem Mündel ein Züchtigungsrecht. Lehrer nur, soweit es das Gesetz überhaupt zulässt, nur in dem ihnen von den Eltern und Schulbehörden gezogenen Rahmen. Stiefvater bzw. -mutter nur mit Genehmigung des leiblichen Vaters bzw. der Mutter oder des Vormundes…Die Züchtigung darf nicht in Kindesmißhandlung ausarten (s. Kindesmißhandlung)

10 Gedanken zu „Für die Hausfrau“

  1. Die Neigung zum Antiquarischen des wüsten aller Flöhe ist ja hinlänglich bekannt und das das mit dem DDT, Asbest und Formaldehyd Idiotie ist, ist hinlänglich bekannt, aber hoffentlich ist dem Floh auch bekannt, dass das Züchtigungsrecht der Eltern eines Kindes im Jahr 2000 durch eine Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) ausdrücklich abgeschafft wurde. Ob die Abschaffung wirksam ist, oder ob dafür auch das Elterngrundrecht des Grundgesetzes (Artikel 6) hätte geändert werden müssen, hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bisher nicht entschieden.
    Andererseits: Kinder dürfen ihre Eltern züchtigen, ohne strafrechtliche Folgen befürchten zu müssen. Welch eine Ungerechtigkeit!

  2. Ich hatte angenommen, dass das Züchtigungsrecht der Eltern schon vor längerer Zeit den Bach herunter gegangen wäre. Die Abschaffung erst im Jahr 2000 überrascht mich. Vielen Dank für die kompetente Rechtsberatung aus weiblicher Hand, denn der Name der Kommentatorin lässt eindeutig diesen Schluss zu. Ich habe mich da von meiner Frau beraten lassen.

  3. Moin!!

    War gestern in Rodekro;nu ein kurzer Bericht!!

    Haben um 5h mit dem Fischen,bei dollem/kaltem Westwind(hätt ich bloß mein Sloggylonglong untergezogen)an Teich 2 in der „Bucht“ bei der Hütte an der Hälterung gestartet!! Am „Tannenbaum“ ging nix!! Ergebnis bis 13h: Mein Kollege und ich hatten 4schöne Minellis von etwas über 4Pfund und eine um die 2Pfund(alle auf Twister)!!

    Dann an Teich 1 genau im Wind(bibber)!! Ergebnis bis15h; ich eine nette von
    knapp 6Pfund auf Grund mit Mehli/Bienenmade!!

    Alles in Allem wars wieder ein schöner Tag!!!

  4. Ich kenn einen Fliegenfischer der auch skatet. Kennst Du den auch?

    Update: So richtig originell finde ich es eigentlich nicht, eine ungültige Email-Adress anzugeben. Zumindest dann nicht, wenn man eine funktionierende Adresse hat.

  5. Fischer kennen sich alle….weltweit…kennste nicht die Fischer-Chöre? Unser Markenzeichen sind die Fishermans-Friend. Joschka gehört auch zu unserer Gemeinde und alle Menschen-Fischer auch.
    Miin Fruu heet Illsebill.
    email stimmt jetzt.

  6. Seit nunmehr drei Tagen kein neuer WebLog-Eintrag.
    Wenn das so weiter geht, wird das hier ein echt fauler Job.
    Na ja, er kann ja auch nicht jeden Tag an seinen Biedermeier-Bücherschrank gehen, um in irgendeinem antiquarischen Schmöker zu blättern und uns mit verstaubten Fundstücken zu beglücken. Obwohl – als Staatsdiener (besser: Diener des Staates) hat er einen wohl angeborenen Hang zu alten und traditionellen Werten. Muß ja nicht unbedingt was Schlechtes sein. Ich frage mich, ob er nicht manchmal klammheimlich seine Ärmelschoner aus der Schreibtischschublade holt und sie sich überstreift.

  7. Ein ganz erstaunliches Brevier, mein lieber Herr Wüstenfloh, haben Sie da entdeckt. Das sollte in in keinem Haushalt fehlen.

    Durch den Eintrag „DDT“ fühle mich an eine Büttenrede erinnert, die mir in meiner Jugend zu Ohren kam, die ich, der Faschingszeit angemessen, auszugsweise zitieren darf:

    Die Muttermilch mit DDT
    des tut doch keinem Weh
    Kein Baby weiß doch was es trinkt
    Hauptsach‘ daß des Zeug net stinkt

  8. Ist er nicht schön, dieser Hauch aus unbeschwerten Jugendtagen? Ich lese gern im Hausfrauenlexikon, das sich in unserer kleinen Klobibliothek befindet. Den einen oder anderen Schatz werde ich bei unpassender Gelegenheit mal wieder heben. Der von Ihnen zur Verfügung gestellte Spruch scheint ja aus einer Zeit zu sein, als DDT nicht mehr so beliebt war. Eigentlich schade.

  9. Wüstes Hausfrauen-Flohlexikon?! Gibt es sowas wirklich noch? Also in der KN habe ich das noch nie als Beilage gegessen. Die Beispiele sind natürlich aus den 50 ern geklaut. Da waren selbst Hausfrauen noch echt desparated ones. Züchtigung ist meines Wissens nach seit 1960 in Schulen verboten. Damals ist meine Ma nämlich in die Schule gekommen. Heute züchtigen Lehrkräfte „nur noch“ mit der Zunge und schlechten Noten bei Unangepasstheit. (Deshalb heißt unser Motto für die ABI Zeitung auch: Raus aus dem Knast!) Das ist zwar weniger wirksam als n Schlag auf die Finger mit nem Rohrstock, erscheint mir persönlich aber genauso hohl. :-)

  10. Ich vermute auch, dass das Hausfrauenlexikon aus den 50ern stammt. Allerdings habe ich noch keine Jahreszahlen irgendwo gefunden. Politische oder geschichtliche Artikel sind nicht vorhanden. Das hat die Hausfrau von damals nicht interessiert :-). Die Züchtigung in der Schule habe ich als 1950 Eingeschulter noch kennen gelernt. Der über die Handfläche gezogene Rohrstock war gute Praxis. Nachrichten aus der Schule von heute bekommen wir vom Töchterchen aus der Humboldtschule. Das Grundübel sind, glaube ich, unfähige und unlustige Lehrer, die man nicht mehr los wird.

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