Orientalisches in Kiel

Meine Angetraute hat ihre alte Freundin S. in der Klinik am Park besucht. S. war schon wieder ganz munter und es gab wohl viel zu erzählen.

S. wurde nach dem Eingriff in ein Zweibettzimmer geschoben, in dem eine junge Frau schon im Bett lag, an dem zwei orientalisch aussehende und dunkel gewandete Frauen standen. Die Frauen verschwanden dann von der Bildfläche.

Die Bettnachbarin erwies sich als eine äußerst redselige Türkin, anfang Dreißig, mit einem 61jährigen Türken verheiratet. Mit ihrem Mann hatte sie noch nie Sex gehabt, wie sie unverzüglich mitteilte.

Sie hatte eine Schönheitsoperation für mehr als 5000 Euronen hinter sich. Fett im Brust- und Hüftbereich war absaugt worden und den Busen war angehoben worden. Sie hatte alles vor der Verwandtschaft verheimlicht.

Die beiden dunklen Damen an ihrem Bett waren allerdings ihre Schwestern. Die hatten sich als findig erwiesen und durch Recherchen, auch mit Hilfe des Internet, ihren Aufenthaltsort herausgefunden. Entscheidend war der Anruf bei der Rezeption der Klinik gewesen, der bestätigte, dass eine Frau X. Patientin in der Klinik wäre.

S. hat all diese Informationen im Halbwachzustand nach der OP aufgenommen. Eines hat sich aber ganz fest eingeprägt:

Ihre Nachbarin musste plötzlich k*tzen und gleichzeitig verbreitete sich im Zimmer der Duft von Pommes. Das Mysterium liess sich aufklären. Die Schwestern hatten der Operierten Pommes vom Parkkiosk mitgebracht.

Schließlich war das Fett ja weg!

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