Ian Cussick

war in Kiel. Die Kieler Nachrichten warben heute für dieses Konzert. Da würde die Post abgehen der Vulkan explodieren.

Ich war da.

Die Balladen fand ich banal. Aber immer wenn der Sound pulsierte, dann dachte ich an die letzte Untersuchung des Herzens mit dem Ultradingsbums. Der Arzt schaltet irgendwann während der Untersuchung den Lautsprecher ein und hört sich die Geräusche an, die in diesem Organ produziert werden.

Diese pumpenden rhythmischen Geräusche sind leicht bei Cussick wieder zu erkennen. Sie sind durch die Instrumente verstärkt und durch den Gesang heroisiert. Wenn also die Band plötzlich zu spielen aufhören würde, ginge auch der Kreislauf in die Binsen.

Aber der Sound geht weiter und endet mit der Aussicht auf eine Zukunft.

7 Gedanken zu „Ian Cussick“

  1. Sollte ich mit meiner Kritik eine zarte Saite bei Dir angerührt haben? Ich wusste gar nicht, dass Du solche Saiten aufgezogen hast.

  2. Hier mal die Kritik zum Konzert aus den
    KIELER NACHRICHTEN vom 30.12.2006:

    Ein Ian Cussick-Konzert in Kiel hat irgendwie was vom Currywurst/Pommes Gericht beim Lieblingsgrill: Man weiß haargenau, was man bekommt. Und kann sich überlegen, ob man das nun will. Daß man auch im Zweifelsfall immer wieder Ja sagt, liegt wohl am Suchtfaktor der Kost.
    Vor dem Eingang des KulturForums hofft eine ungewöhnlich große Menschenmenge auf Karten. Wir treffen den Künstler vor dem Konzert hinter der Bühne, wo er unruhig auf und ab schreitet. Ian Cussick ist erkältet, und das kann einen Sänger schon mal irritieren. Auf der anderen Seite ist das KulturForum mit 400 Gästen ausverkauft, und keiner weiß, warum es mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr sind. Schließlich hat Cussick 2006 weder einen Hit gehabt noch ein neues Album veröffentlicht. Zufall? Magie? Currywurst? Weder Künstler noch Veranstalter haben eine Erklärung für das Phänomen. Das Konzert in Kiel zum Jahresende, gefolgt vom Gig in der Hamburger Fabrik am nächsten Tag, ist für Cussick seit „fünf oder zehn Jahren“ Tradition und reiner „Spaß“. Den Rest des Jahres verbringt er vor allem in seiner Heimat Schottland und schreibt Songs. „Popstar-Leben!“ quittiert er schelmisch grinsend die ungläubigen Blicke der Umstehenden, die auch gern so ein lockeres Leben hätten.
    Dann ist es auch schon fast acht Uhr, Zeit, die Stimme ein letztes Mal zu schmieren und auf die Bühne zu gehen. Cussick legt mit 44th Street los, gefolgt vom nicht tot zu kriegenden Send My Love. Wer jetzt noch glaubt, an dieser Stelle dasselbe Konzert wie in den anderen Jahren präsentiert zu bekommen, darf sich auf Überraschungen gefaßt machen. Da wäre zum einen das für Cussick-Verhältnisse ungewöhnlich hart rockende Firefox. Doch auch das Percussion-Set fehlt – dafür schnappt sich der Sänger, der einst das Angebot von Foreigner ablehnte, bei ihnen als Frontmann einzusteigen, Peer Frenzkes Gitarre und schraddelt mit Unterstützung von Jens Skwirblies an den Keyboards einen Folk-Song. Von der Erkältung ist Ian Cussicks Stimme nichts mehr anzumerken, zumindest nicht, wenn er seiner klasse Stimme freien Lauf läßt.
    Der Mann mit den Achtziger-Hits kriegt immer noch jede Höhe und spielt dazu einen genial grobgroovenden Baß. Lady Luck klingt für die Qualität dieses großen Songs aus dem Back-Katalog Cussicks ein wenig müde, dafür kommen Crying Shame, Don’t Turn Your back On The Man und die Krönungsballade Meet Me By The Water mit gewohnter Kraft daher. Ian Cussick und seine Band huldigen ihrer Tradition, und dies im KulturForum mit einem Publikum, das ihrem Schaffen gebührt.

    Irgendwie, lieber wuestenfloh, warst Du wohl bei diesem Konzert völlig fehl am Platz.

  3. Wunder gibt es immer wieder. Da trifft man einen alten Freund wie Dich lieber Jürgen im Internet.Ich habe ja noch Spielschulden bei Dir. Melde dich mal. Liebe Grüße an Frau und Kind in Denia.
    Deine Schwester? Freundin? Vermieterin!
    Heidi:lalala

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