Was für ein Scheiß

Er präsentiert Höhepunkte seines Soloprogramms. Ob Skiurlaub, Spaßbad, Liebe auf den ersten Blick, Sexualität, Blähungen, Zahnschmerzen, Hexenschuss, Aktivurlaub – nichts, worüber sich der nörgelnde Frührentner nicht aufregen würde.

Nichts entgeht ihm, nichts ist vor ihm sicher, am wenigsten das Publikum – und das hat seinen Spaß an dieser genialen Mischung aus Blöd- und Hintersinn.

Das deutsche Fernsehen, für das ich auch Gebühren zahle, ist erbarmungslos. Zur Hauptsendezeit taucht ein Silbereisen auf, der mit gehirntoten Singautomaten beim Prekariat Schunkelreflexe auslöst.

Dann wird man also auf die späten Stunden verwiesen, wenn die Silbereisenfans selig schlafen, und gerät an so ein Flachkopfarschloch Knebel. Auch da ist das Publikum begeistert, besonders wenn die Fernsehkameras die Reihen abscannen.

Dahinter steckt die Alkoholindustrie, die uns alle zum Saufen bringt. Nur wenn wir permanent besoffen sind, kann man die Gesundheitsreform, die Rente mit 67, das in der BRD nicht realierbare Rauchverbot und die Raserei mit Höllenmaschinen auf deutschen Autobahnen noch ertragen.

10 Gedanken zu „Was für ein Scheiß“

  1. Kein Bock auf Google, wie? Und kein Bock auf Programmzeitschriften? Noch nie aus Versehen um 20:15 eine Heimatmelodiesendung im Ersten angezappt? Noch nie Spontangekotzt beim Erklingen der herzigen Gesänge? Also hier ist die Fanseite von Florian Silbereisen!

  2. Die Programmgestaltung hat den Hintergrund die Leute ruhig zu halten damit sie nicht merken das sie ständig verarscht werden.
    Ich bemerke das bei meiner Mutter. Die fährt auf sowas voll ab und was aussenrum vor sich geht kapiert sie nicht mehr.

  3. Au weia, der Herr Knebel, der ist in der Tat ein lebender Beweis, dass fürs Fernsehen Rückenmarkreflexe absolut ausreichen – ein Hirn braucht es da nicht. Vorschlag zur Güte: Schießen Sie auf den Apparat. Mit einer Pistole. Das macht Spaß und bald herrscht Ruh.

  4. Und was ist mit der Rigipswand hinter dem Fernseher? Und mit dem Kind, das in dem angrenzenden Raum arglos fernsieht? Herr Poodle, da haben sie etwas nicht zu Ende gedacht!

  5. Mein lieber Herr Wüstenfloh, wenn ich einen Fernseher hätte, hinter dem sich eine Rigipswand befindet hinter der ein Kind fernsieht – vor einer weiteren Rigipswand womöglich, hinter der Gott weiß wer noch fernsieht – also kurz: an Ihrer Stelle wäre ich glaube ich ein kitzeklein wenig kleinlauter, wenn es darum geht, festzulegen, wer hier zu Ende denkt und wer eher nicht so. So.

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