Mari

heißt die 17jährige finnische Austauschschülerin, die eine Woche lang bei uns wohnt. Mit Englisch kommen wir ganz gut über die Runden. Am Freitag kam sie abends an und schon ging das Programm los. Töchterchen und Mari mussten zu einer Party. Mit Taxi-Transport, elterlichen Ermahnungen und gefälschtem Schülerausweis bangten wir bis kurz nach Mitternacht und konnten sie dann wieder im Empfang nehmen.
Am nächsten Tag waren sie bei einer von der Schule organisierten Fahrt nach Husum und zur Hallig Hooge gut aufgehoben. Am Abend allerdings war dann ein Transport in einen abgelegenen Stadtteil Kiels zu einer „Mädchenparty“ im Reihenhaus der Eltern einer Mitschülerin mit Rücktransport angesagt.
Heute nun war Gasteltern-Programmgestaltung durchzuführen. Meine verdienstvolle Gattin (vielen Dank, meine Liebe!) fuhr Kind, Gastkind, eine Mitschülerin und deren Gastkind zur Phänomenta in Flensburg, was ganz nett gewesen sein soll. Zur Zeit sind Frau, Kind und Gastkind in einem anderen westlichen Stadtteil Kiels, weil Mari Fußball(!) spielt. Mari spielt nämlich seit ihrem 6. Lebensjahr Fußball.
Heute abend ist auch irgendwas. Das kann sich aber noch ändern.
Morgen gehe ich wieder zur Arbeit. Das ist auch nicht schlecht.

4 Gedanken zu „Mari“

  1. Super Idee, eine finnische Austauschschülerin auf ne‘ Hallig zu bringen. Da tobt das Leben. Kein Wunder, das die Partyhungrigen auch die andere deutsche Lebensweise kennenlernen wollen. Aber mal im Ernst, ich weiss um die Schönheiten der Nordseeinseln und irgendwann kauf ich mir ne Hallich, verdammich. Kontinentale Verbeugung an deine Gattin, die offentsichtlich die Dinge fest im Griff hat.

    Ich erinnere mich auch an die Zeit wo ich ein Austauschschüler in Frankreich war. Und da hat’s gekracht, sach ich dir.

  2. Zwei Bemerkungen, mein Lieber:

    Erstens: Unsere Halligen sind nicht käuflich! Und erst recht nicht von Deutsch-Amerikanern!

    Zweitens: Die Finnen und Finninnen haben einen Finnen dabei. Der hockt, wie man hört, bei seinen Gasteltern herum, die ihn, berstend vor Verantwortung, abends nicht rauslassen. Der soll extrem angepestet sein. Also da kracht nix!

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