Jugendsünden

debekaSünde Nr. Eins:
Dem Fräulein Zweite von links (damals sagte man noch Fräulein) habe ich als Lehrling eine tote, aber vertrocknete Maus in den Typenkorb der Schreibmaschine gelegt. Die Tat war zwar gemeinschaftlich geplant, ich war aber das ausführende Organ. Nach sehr kurzer Ermittlungsphase („Wer war das?“) stand ich als Täter fest. Der Chef (nicht im Bild) rief mich zu sich und klärte mich über die Unrechtmäßigkeit meines Tuns auf. Weitere Sanktionen unterblieben.

Sünde Nr. Zwei:
Zu dem Fräulein Vierte von rechts (jawohl, sie war ein „Fräulein Nnn“) sagte ich ziemlich wörtlich:

Es ist mir doch egal, wie man bei Ihnen in der Pollackei die Äpfel isst!

Fräulein Nnn, die mich erzieherisch beeinflussen wollte, hatte gerade meine Technik des Apfelessens kritisiert. Bei dem Spruch, der mir darauf hin entfleuchte, hatte ich nicht berücksichtigt, dass sie eine Vertriebene aus Stettin war, das ja bekanntlich bis zum Kriegsende deutsch war.
Fräulein Nnn behandelte mich bis zum Ende der Lehrzeit dann deutlich reservierter.

Nachtrag: Karriere!

10 Gedanken zu „Jugendsünden“

  1. PS: Bei Opa stand in jener Zeit im Zeugnis: der Schüler macht gegenwärtig eine Krisis durch.

    PPS: Klasse, der Reuters Link, die Holtenauer Schleusen sowieso, da guck ich öfters.

  2. Schön Opa, Dich wieder kampfesbereit im Web vorzufinden (ich bin zwar der Jüngere, bin aber jetzt mal so kühn, die Verbrüderung vorzuschlagen, die drei Jahre Unterschied machen den Kohl ja auch nicht fett).
    Also, das sexuelle damals (1962) bei der Debeka hat keine Rolle gespielt. Das hast Du ganz richtig erkannt. Das Fräulein mit der Maus war noch die Jüngste…

    Warum Uwe seinen Senf nicht dazu gibt ist mir auch nicht klar. Der sitzt im Moment auf dem ganz hohen Ross, wahrscheinlich liest er die Bildzeitung.

    Danke übrigens für das Lob hinsichtlich der Links. Man versucht natürlich sein Web-Zimmer ein bisschen gemütlich einzurichten, damit der Besuch sich wohlfühlt!

  3. Unser Troll Uwe hat sich weiter oben geräuspert. Leute seines Schlages und seiner Herkunft haben Probleme den richtigen Ton zu treffen. Das muss man ihm nachsehen. Gleichwohl darf man ihm aus Gründen der Volksgesundheit nicht alles durchgehen lassen. Vielleicht kannst Du ihm auch mal eine verbale Lektion erteilen, Edi!

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