Bericht aus den Bergen

Da im Moment ja nichts wichtiger ist als das Skilaufen, hier einige Bemerkungen zu diesem Thema:

Wir, Mann, Frau und Kind waren gerade acht Tage lang auf Skiern. Mit dem Bus fuhren wir des Nachts von Kiel in die Berge und nach einer guten Woche wieder nächtlich in umgekehrter Richtung nach Hause.

In Kiens, das liegt zwischen Bruneck und Brixen, nicht weit vom Brenner, ging es dann jeden Tag früh um viertelvorneun mit dem Bus zum Kronplatz und nachmittags um halbfünf wieder in das Hotel zurück.

Am Kronplatz gondelten wir in die Höhe, trafen uns um zehn Uhr bei Tonis Hütte (beim Gipfel) und begannen den Skikurs, so wie wir eingeteilt waren.

Um drei Uhr nachmittags endete der Skikurs mit rituellem Aufstellen eines Skis und dankbarem Skistockklopfen gegen die Kanten.

Im Tal kamen wir dann so zwischen halbvier und vier Uhr an, entweder abgegondelt oder abgefahren und trafen uns dann auf der Terasse der ‚Gigger-Bar‚.

Nach einem Bier oder einer Apfelschorle traten wir um vier oder um halbfünf die Rückfahrt zum Hotel ‚Leitgamhof‚ in Kiens an.

Um sieben Uhr abends fand dann das mehrgängige Menü statt, das anschließende Programm des Veranstalters und der Gang ins Bett.

Das Programm bestand aus 1x Kegeln, 1x Fackelwanderung ums Dorf, 1x Taufe der Anfänger und Dank an die Skilehrer, 1x kein Programm und ziemlich oft Bilder und Filme vom Tage gucken.

Das alles klingt nun ziemlich nüchtern oder gar freudlos. Aber das war es nun nicht.

Während der Busfahrt in das Skigebiet haben wir immer den ‚Kleinen Nils‘ von der CD gehört. Der ruft bei einem norddeutschen Sender mit Kinderstimme immer Leute an und bringt sie in Verlegenheit. Hinterher müssen die Leute dann erfahren, dass sie ‚die ganze Zeit im Radio waren‘.

Einmal haben wir während des Abendessens an unserem Tisch viel gelacht. Wir hatten ein Spiel erfunden, bei dem es darum ging, möglichst genau zu erraten, wann der nächste Gang serviert wird. Ich wurde Zweiter.

Ach ja! Ich habe das Herrenklo in der Gigger-Bar aufgesucht, weil meine Tochter mich schon im vorherigen Skiurlaub auf dieses Klo hingewiesen hatte. Die Herren lassen ihre Wasser gegen eine große Glasscheibe, hinter der sich ein gegipstes Alpenpanorama befindet. Sehr eindrucksvoll!

Eine Schweinshaxe auf der Hütte…

…bei strahlendem Sonnenschein und g’führigem Schnee war so ein Highlight der letzen Tage.

Was mit Kniebeschwerden, einer dicken Backe (nicht unten sondern oben) und miesepetrigem Wetter begann, endete mit einer Schweins.. (s. o.). Ich kann nur sagen: Holladriho.

Der Sonnabend, der Tag also, als der Mann in Rom in die ewigen Jagdgründe einging, war ein perfekter südtiroler Ski-Tag. War doch ganz passend.

Schließlich ist der Pontifex auch mal Ski gelaufen. Das zur Lage der Nation.

Eine Gelegenheit!

Man muss das Eisen schmieden, solange es noch heiß ist…
Daher, eine Sensation, ein Dokument mit der Unterschrift von

aus ihrer Zeit als Finanzministerin. Damit werde ich jetzt berühmt und ständiger Gast in den Talk-Shows dieser Republik (und vielleicht des Auslandes?). Brauche ich jetzt einen Manager, Steuerberater und evtl. Personenschutz? Wird sich mein Leben ändern? Werde ich reich?

Sparkasse oder Zirkus

Find ich schön:

ja, sagte sie, und ihr wunschpartner solle sie inspirieren, solle sie fröhlich machen, solle sie glücklich machen, solle es ihr besorgen, solle ihr gedichte schreiben und am besten noch vorlesen, und was verdienen solle er auch und auf jeden fall solle er zuverlässig sein und ehrlich und vernünftig.

opa hätte gesagt: sparkasse oder zirkus, da musst du dich dann schon entscheiden.

Hilfe Mutti!

Wat nu?

Die Landesmutter ist im Augenblick nur noch Geschäftsführerin in ihrem Laden. Selten hat man so viele belämmerte Gesichter auf einmal gesehen.

Vielleicht hat einer der Abgeordneten zuviel gekriegt, nach dem im Fernsehen nur noch Frauen zu sehen waren: rote, grüne und dänische. Man wartet gespannt auf seine Memoiren, oder steckt BILD dahinter?

Vielleicht sollte man jetzt wie bei der Papstwahl vorgehen: Warten bis weißer Rauch aufsteigt.

Dieser eine Mensch, der sich nun schon in vier Wahlgängen enthalten hat, beweist immerhin Standfestigkeit. Es ist nun wohl an der Zeit, dass die Geschäftsführerin kündigt.