Etwas von unseren amerikanischen Freunden

aus dem spanisch-amerikanischen Funkverkehr (via SZON-Blog).

Die Story ist aber offenbar gelogen:

I fürcht i muss euch enttäuschen…
aba des kann nur a fake sein.
I hab des am Freund gschickt und wies ausschaut kennt si der gut mit Flugzeugträgern und so Graffel aus. Es gibt keinen zweitgrössten Flugzeugträger, da die Lincoln ein Schiff der Nimitz-Klasse is und die alle gleich groß sin.
Ausserdem war die Lincoln zum fraglichen Zeitpunkt im Persischen Golf unterwegs.
Und i hab no a Version von der Gschichte gsehn wo das Ganze net vor Galizien sondern vor ana kanadischen Insel namens Galition (Neufundland)…

I hoff i steh jetzt net inkorrekterweise als Militärfanatiker da… *schäm*

Aber die Fahne ist doch schick, gell?

Kennen Sie das…

…wenn man nach einigen Guinness wieder in die Mittagssonne hinaustritt? Da kneift die Sonne in den Augen, man glaubt einen Augenblick zu schwanken. Die Akklimatisierung an die Arbeitswelt gelingt nur mühsam.

Vier alte Männer, die in der Kneipe über Gott und die Welt geredet haben. Einer unserer blödsinnigen Einfälle war, jeweils einen der Teilnehmer für tot zu erklären. Dieser ‚Tote‘ hätte dann das Recht, schweigend sein Bier zu trinken. Er hätte sich absolut passiv zu verhalten mit Ausnahme der Möglichkeit, eine Runde auszugeben.

Dieser Zustand würde uns dann in die Lage versetzen, über ihn zu reden, als wäre er verstorben.

Auf solche Gedanken kommt man, wenn sich gerade ein Kollege in die ewigen Jagdgründe verabschiedet hat.

Im Projensdorfer Gehölz

fühlt man sich als Nordic-Walking-Anfänger sicher, weil es in diesem Gehölz nur so wimmelt von Nordic-Walkern, Joggern, Walkern und Radfahrern. Der Wald ist schachbrettartig mit Wegen durchzogen. Irgendwo sieht man immer anderen Sporttreibende und wenn nicht, tauchen sie plötzlich von links oder rechts auf. Man nickt sich voller Verständnis zu und grüßt sich sogar. Ein schönes Gefühl ist es außerdem, den Sport zusammen mit der Angetrauten auszuüben. Der Gipfel der sportlichen Harmonie wäre es, das Töchterchen auch noch dabei zu haben. Aber wir wollen ja nicht nach den Sternen greifen!

Mein Leben

von Marcel Reich-Ranicki habe ich für 7 Euro antiquarisch gekauft. Heraus fiel die links abgebildete Postkarte. Folgendes habe ich entziffert:

Herr Königl. Obergärtner u. Gartenarchitekt
Georg Potente

Sanssouci Potsdam
Maulbeerallee 3
(Briefmarke gestempelt mit „DEUTSCHE SEEPOST 13.11“, zusätzlicher Poststempel „Potsdam 16.11.02″)

Liebes Brüderchen!
Das ist hier einfach herrlich. Sitzen behaglich an Bord ???? auf Deck der R.P.D.“König Albert“.
Bei schönstem Sonnenschein, liegen auf bequemen Stühlen und lassen uns die wohltuende Seeluft um unsere klassischen Nasen wehen. Gelt? Das ist ein Götterleben! Fürstliche Verpflegung. Auf Euer Wohl einen kräftigen Schluck deutschen Bieres
Prost und Gruß Franz.

Die Schönheit der Meeresfahrt ist unbeschreiblich nur für ??? zu ruhig. Leider kommen wir schon heute Mittag nach Neapel. Möchten am liebsten noch weiter(?) nach Port-Said in 3 Tagen.
Das wäre ein Späßchen für die guten Casselaner (?)
Franz ist ebenso begeistert vom Wasser wie ich. In Genua haben wir bei den üppigen Palmen und Blumen viele … Brüderchen gedacht
In Liebe Eure Else

Für Neapel. Poste restante. 14 Tage. 13.11.02.

potente Dieser Georg Potente ist nun kein Unbekannter, wie man dem nebenstehenden, noch erhältlichen Buch von Jörg Wacker entnehmen kann. Aus der ergoogelten Dissertation von Jörg Wacker über besagten Potente kann man tatsächlich entnehmen, dass Georg Potente im Jahr 1902 in die Dienstwohnung Maulbeerallee 3 in Sanssouci eingezogen ist. Das Buch kostet 128 Euronen. Ganz schön teuer.
Weitere Informationen z.B. unter maerkische allgemeine.de (jetzt leider kostenpflichtig archiviert). Hieraus ein Zitat:


Die Nationalsozialisten kündigten dem Gartendirektor 1938 wegen seines Freimaurertums. Beim Einmarsch der Roten Armee in Potsdam wählte er den Freitod.

Ganz weit weg

In Fred’s Bar sitzen wir, schluerfen Bier und alkoholfreie Powerdrinks, ein paar Segler gibt es eben doch, junge Leute, mit langen Haaren, Taetoos und wilden Geschichten, es gibt sie eben doch noch, die Individualisten, die man in den Vorruhestandmarinas eben nicht findet, die bunten Boote, mit Kinderzeichnungen auf dem Bug, die Segelschuesseln, bei denen man sich wirklich fragt wie sie es ueberhaupt geschafft haben bis hierher.