Apokalypse Now!

Mal angenommen,

man wäre ganz fürchterlich büromüde.

Die Augen würden brennen. Die Gewichte, die die Lider herunterzögen, wären pfund-, nein kiloschwer.

Alle Gedanken, seien es produktive, seien es immerhin irgendwelche, brüteten ergebnislos vor sich hin.

Da läge doch der Gedanke nahe, den Forderungen des Körpers, des schwachen, nachzugeben und auf dem Bürostuhl, dem mit den fünf Rollen und der Vertikaldrehmöglichkeit, eine Position einzunehmen, die dem unvermutet Eintretenden den Rücken zeigte.

Das böte die Möglichkeit, im Falle des Eingenicktseins, die Geräusche des Türöffnens, etwa durch den Boten, im Unterbewussten zu registrieren, die Augenlider, die oben erwähnten, zu öffnen, das Sprachzentrum zu aktivieren, und auf das „Moin“ des Boten, ein äquivalentes Geräusch zu generieren.

Angenehm wäre das Ganze nicht, weil die brutal zeitgeraffte Aufwachphase das vegetative System wie ein Schlag träfe. Als gesund könnte man dieses Geschehen auch nicht einstufen, weil, wie man vermuten darf, Adrenalin und vielleicht sogar, bei einem männlichen Schläfer, Testosteron ausgeschüttet werden würde, das im Körper, man weiß das ja, so Einiges anrichtet.

Die Regenerationsvorteile, die der Büroschlaf dem Körper zugute kommen lassen würde, würden aber vielleicht doch die möglichen nachteiligen Folgen durch den störenden Boten überwiegen.

Rein illustrativ sei hier noch darauf hingewiesen, dass die Extremitäten dazu neigen, wie der Volksmund sagt, „einzuschlafen“, wenn dem Körper während des Schlafes nicht die Haltung gegönnt wird, die allgemein gebräuchlich ist: die liegende Haltung.

Der Vertikalschlafende, speziell in Büros, neigt dazu, seine Stellung, etwa durch Hochlegen der Beine abzusichern. In diesem genannten Fall, das ist empirisch erwiesen, „schlafen“ die Beine, und zwar beide, ziemlich zuverlässig ein.

Kommen wir nun zum schlimmsten Fall der Fälle.

Man schliefe, in oben beschriebener Haltung, seinen eingeschränkt gesunden Schlaf.

Die Tür öffnete sich, der Chef träte ein.

Sein „Guten Morgen“ drängte durch das Unterbewusste in die reale Welt. Das explosionsartig ausgeschüttete Adrenalin befähigte den Körper des öffentlich Bediensteten zu einer Halbkreisdrehung, das Gehirn würde „Habacht!“ befehlen.

Aber der Körper würde versagen, weil die eingeschlafenen Beine wegsacken und den Untergebenen vor den Augen des Vorgesetzten zu einem jämmerlichen Haufen zusammenfallen lassen würde.

Uff!

Da bin ich aber jetzt erleichtert!
Und ich dachte schon, dass mich keiner mag!
Niemand schmiss mir ein Stöckchen hin!
Aber nun, in letzter Minute, hat ein Gleich-um-die-ecke-blogger
mir den Knüppel zugeworfen:

… fünf Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte:

1. Einen Colt um heimlich damit herumzuspielen
2. Meeresblick
3. Eine gewisse Leichtigkeit
4. Eine Privatpiste mit Lift und Dauerschnee
5. Winterreifen

… fünf Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte:

1. Die Tendenz zum Älterwerden
2. Schwamm im Haus
3. Zuviel Gerümpel
4. Kugelschreiber, die nicht mehr schreiben
5. Zeugs zum Abheften

… fünf Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte (80 Prozent vom Vorgänger abgeschrieben):

1. Autogramme von Tokio Hotel
2. Katzenhaar-Allergie
3. Spargel Zitronat und Succade
4. Trikot vom FC Bayern München
5. Fußpilz

… fünf Gerngelesene, an die das Stöckchen weiterfliegt:

Es sind keine mehr übrig, ich bin der Letzte Uwe!!!
schreib jetzt Deine geheimen Wünsche in die Kommentare!

Aus der Reihe: In unserer Kantine

Es weihnachtet:

Im Hirn, da ist es öd‘ und leer,
das Denken fällt entsetzlich schwer.

Was kann man denn ins Blog reinschreiben,
um Langeweile zu vermeiden?

Da höre ich wie Glockenklingen,
der Donnerstag wird Grünkohl bringen!

Nun kommt die schöne Weihnachtszeit,
und alle hoffen, dass es schneit!

PS: Grünkohl kostet als Premium-Gericht 3,90 Euros inner Kantine. Mit den Einnahmen aus meinem Google-Adsense-Experiment beim „Virtuellen Klassentreffen“ kann ich das Essen leider nicht bezahlen, weil es mir buchmäßig seit Mitte September erst 2 Dollar und 60 Cent eingebracht hat.

Salman Rushdie:

Fundamentalisten aller Glaubensrichtungen sind das Grundübel unserer Zeit. Fast alle meine Freunde sind Atheisten, ich fühle mich nicht als Ausnahme. Wenn Sie sich die Geschichte ansehen, werden Sie feststellen, dass es die Erkenntnis, was gut oder böse ist, immer schon vor den jeweiligen Religionen gab. Die Religionen wurden erst im Nachhinein von den Menschen erfunden, um diese Idee auszudrücken. Ich jedenfalls brauche, um ein moralisches Wesen zu sein, keinen obersten „heiligen“ Schiedsrichter.

im SPON-Interview (der Link funktioniert nicht)

Ich bin dabei…

…bei den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Einheit.

Ich, als Bürger aus Kiel, werde dabei durch eine Delegation vertreten:

Der zentrale Festakt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel morgen Mittag in der Ostseehalle (ARD 12 bis 13 Uhr) ist allerdings nur 1200 geladenen Gästen, darunter einer 16-köpfigen Bürgerdelegation aus Schleswig-Holstein, vorbehalten

Damit sich die Autofahrer nicht benachteiligt fühlen, dürfen während der Feier keine Autos in der Tiefgarage unter der Ostseehalle parken.

PS: Ich weiß gar nicht, ob dieser Kleinfeld von Siemens auch kommt. Der arme Kerl hat ja nun freiwillig auf seine Gehaltserhöhung verzichtet. Aber vielleicht kann er ja doch kommen, wenn der Steuerzahler für seine Reisekosten einspringen sollte.