Jungfernstieg

Jaja, ich weiß schon, unser Jungfernstieg hier in Kiel ist ja nun nicht so mondän wie der Stieg in Hamburg.

Aber immerhin blicken wir stadteinwärts genau auf den Rathausturm – und abends mit Beleuchtung.

Den geneigten Lesern dieses Blogs ist wohl schon bekannt, dass das eingerüstete Haus unter einem Schwammproblem leidet. Die Bewohner der oberen vier Wohnungen sind ausquartiert. Wir, das ist hier auch schon dokumentiert, hausen in einer Steuerberaterpraxis, aber das nicht schlecht.

Heute nun habe ich unsere Wohnetage mit Billigung des Vorarbeiters betreten, denn es war noch ein Teil des Fußbodens vorhanden. Das Foto lässt vielleicht ahnen, dass die Wohnqualität im Moment nicht so besonders ist. Die Flocken auf dem Foto stammen vom Raumstaub, der durch das Blitzlicht angeleuchtet wird.

Achtung, neuere Entwicklungen in der Blogossphäre:

Beim Club der halbtoten Dichter wird mir die Gelegenheit gegeben, gegen den Hausschwamm zu protestieren.
Tod dem Hausschwamm!


Hier geht es zum Wohnreport Nr. 228.
Hier geht es zum Wohnreport Nr. 330.

11 Gedanken zu „Jungfernstieg“

  1. Wirklich saugemütlich (zumindestens nach dem Genuss von 5 Dosen Guinness). Für einen angehenden Pensionär angesichts der üppigen Alimentation absolut angemessen.
    Wird bestimmt ne rauschende Einweihungsfete

  2. Schicke Eßzimmerlampe. Da fühlt man sich dann schon beim Frühstück wie im Meeting.

    Ist die Wohnung, die da gerade vaporisiert wird wenigstens nur gemietet oder treibt der Hausschwamm da gerade eine ganze Eigentümergemeinschaft in den Ruin?

  3. Obiges Bild ist doch kein Protestbild, sondern eher der veunglückte Versuch, mal etwas selbst in die Hand zu nehmen. Frei nach dem Motto „Heute helfe ich mal beim Hausputz.“

  4. Man muss sich damit abfinden, dass die beiden letzten Kommentatoren nicht mit den Weihen der höheren Denkungsart gesegnet sind!

    PS. Trotzdem, GaD ist gut!

  5. Das Foto ist nicht nur ein ausgezeichnetes Protestbild, sondern es ist scheinbar auch sexy. Seit seiner Veröffentlichung schwillt der einschlägige Spam regelrecht an.

  6. Das ist doch meine alte Heimat (1986) mit demlegendären „Oma Plüsch“ auf der anderen Seite.Jürgen Lilge ist ja leider verstorben-aber,die Kneipe lebt.
    Und-in dem renovierungsbedürftigen Haus hat John-ein freier Mitarbeiter des NDR gewohnt.

  7. Na, das ist ja ein Ding, Lutz! Wir wohnen (mit einem halben Jahr Schwamm-Unterbrechung) seit 1990 in dem Eckhaus unter dem Dach juchhe. Das Oma Plüsch war aber schon vorher unsere Kneipe, weil wir in der Nähe wohnten. Jürgen Lilge kann man nicht vergessen, weil er ein Original war. Aber die Kneipe, existiert nicht mehr, so wie sie war. Die Gaststätte heißt jetzt „sternstunden“, wird von zwei jungen Frauen betrieben und hat sich total von der plüschigen Einrichtung getrennt. Wir verkehren dort (nach einem einmaligen Test) nicht mehr, weil es eben keine Nachbarschaftskneipe mehr ist. Schade.

    Wir kennen einen „John“ aus unserer Straße, einen großen gemütlichen Mann, der mit amerikanischem Akzent spricht. Er macht „etwas“ mit Jugendlichen, dürfte aber schon fast vor der Rente sein. Er hat eine Eigentumswohnung in dem Eckhaus weiter unten, das gerade wegen Renovierung eingerüstet ist (alle Häuser sind hier mal dran :D). John ist seit noch nicht langer Zeit verwitwet.

    Du hast in Kiel wahrscheinlich studiert und in der Gegend Deine Bude gehabt, oder?

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