Wir schreiben einen Roman (in der Küche)

Ist doch nett, wenn die Eltern noch mit dem Kind reden.

Das Kind hat Spass an der Schule. In Deutsch soll sie auf fünf Seiten eine Geschichte zustande bringen, in der ein „Adrian Soundso“ HartzIV-Empfänger ist, Havannas raucht, gerne kocht und angelt. Er ist geschieden und hat zwei erwachsenen Kinder.

Ich (der Vater) habe bei den Handlungsentwürfen, die wir in der Küche diskutierten, den Bankbeamten vorgeschlagen, der nach dem beruflichen und ehelichen Scheitern mit Pennern zusammen angelt und an einer guten Rotweinflasche stirbt, die ihm über den Kopf gezogen wird.

Den Bankbeamten wird das Kind wohl in die Geschichte einbauen. Ansonsten hat sie eher Sympatien für Kettensägen.

Seltsam…

…ich schwang mich auf mein Zweirad und radelte in zwei mal zwei Minuten runter zum Wasser.

Dort traf ich zwei Brücken, die alte und die neue Gablenzbrücke. Als ich mich dann entfernte und noch zwei mal umdrehte, vielleicht zweihunder Meter von den Brücken entfernt, sah ich die zwei Brücken noch zwei mal.

Vielleicht zwei Kilometer weiter lagen dann zwei große Schiffe am Kai.

Dann fuhr ich weitere zwei Kilometer bis zum Bisstrorante. Dort trank ich ein Bier.

Das war seltsam.

Psst…


Nicht ganz ohne Stolz darf ich hier und im Jetzt mitteilen, dass mein bloggerischen Wirken dazu geführt hat, dass ich in einen konspirativen Bund aufgenommen wurde, der neuerdings nicht mehr von den Gestaden der Elbe aus gelenkt wird sondern, wenn schon denn schon, jetzt von den grünen Matten unserer Allgäuer Alpen seine Weisungen erteilt.

Die ganze Sache ist aber ziemlich geheim. Also – nicht weiter sagen!

Ein verpfuschtes Leben

Mist!

Ein spektakulärer Stapellauf bei Lindenau in Kiel!

Alle reden davon.

Die Leute beim Mittagessen in der Kantine. In der Zeitung steht es. Und im Regionalprogramm wurde wahrscheinlich auch was gezeigt.

Und ich war wieder nicht dabei.

Noch nie in meinem Leben war ich bei einem Stapellauf dabei!

Immer wenn was los ist, bin ich nicht dabei, auch nicht damals, als die Mauer fiel.

Nur das Kriegsende hab ich miterlebt. Da war ich aber erst ein Jahr alt und kann mich an nix erinnern.

Schnüff!

PS: Als Papst Paul starb, aß ich eine Haxe in Südtirol

Karies, Wurzelentzündung und Skorbut

In der oberen Reihe hauste der Skorbut. Alles fiel vom Fleische.

Letzteres musste bis auf die Knochen abgetragen werden. Es gelang, auf den noch vorhandenen Gebeinen die Zähne zu rekonstruierten.

Jetzt sind diese Zähne wieder wie neu. Es darf wieder kräftig zugebissen werden. Die Kosten waren fürchterlich. Und keine Kasse zahlte einen Heller.

Aber noch während die ersten Kauversuche erfolgreich waren, stellte man in der Reihe darunter eine schwere Wurzelentzündung fest, einhergehend mit Karies und schwammigen Entartungen.

Der Zahn wurde ausgegraben und entfernt. Der Kollateralschaden ist sicht- und bezifferbar. Das Geld für die Kosten auf dem Behandlungsstuhl wird wohl auch dieses Mal noch aufgebracht.

Sogar das Gerüst, das der Dentist für seine Operationen aufbauen musste, wird gegen Ende des Sommers demontiert werden.

Jetzt haben wir noch eine Entzündung in der unteren Ecke.

Auch wenn es jetzt komisch klingt, aber das Problem wird hoffentlich durch eine Zwangsversteigerung gelöst.

Dann kriegen wir ein neues Kinn!

(Klicken Sie doch mal auf den Leonardo; da tritt Erstaunliches zu Tage!)