Mari

hat gestern im Sophienhof zwei Party-Tops gekauft; das eine schwarz, das andere blau, jeweils geschätzte 20 gramm; ich kenn mich da nicht aus. Vorher waren sie noch in der Schule, anschliessend im Freilichtmuseum, dann bei einer Mitschülerin in Kiel (Autotransport, danke Gattin) zum DVD gucken (Ice-Age) und dann wieder im Irish-Pub, wo der DJ sich wohl in Mari verguckt hat (Mari hat aber zu Hause einen boyfriend). Die Kinder hielten ihre Versprechen ein und waren um Mitternacht zu Hause. Töchterchen machte zwar einen Verlängerungsversuch per Handy, biss aber auf Granit. Sind Eltern grausam?

Mari

fühlt sich bei uns so langsam wohl. Sie war gestern mit Töchterchen in unserem Einkaufsparadies, dem Sophienhof. Unsere hübsche Finnin hat sich drei(!) Paar Schuhe gekauft, weil sie zu Hause erst dreissig(!!!) Paar hat.

Abends wurde das elterliche Basislager per Telefon beansprucht. Im Irish Pub, wo sich der harte Kern der finnisch-deutschen Bande aufhielt, fand ein Quiz statt.

Eine der zu lösenden Aufgaben war: “Welche der Euro-Münzen sind stark magnetisch?”. Mit den Haft-Magneten von der Kühlschranktür, liess sich die Frage klären.

Mari

heißt die 17jährige finnische Austauschschülerin, die eine Woche lang bei uns wohnt. Mit Englisch kommen wir ganz gut über die Runden. Am Freitag kam sie abends an und schon ging das Programm los. Töchterchen und Mari mussten zu einer Party. Mit Taxi-Transport, elterlichen Ermahnungen und gefälschtem Schülerausweis bangten wir bis kurz nach Mitternacht und konnten sie dann wieder im Empfang nehmen.
Am nächsten Tag waren sie bei einer von der Schule organisierten Fahrt nach Husum und zur Hallig Hooge gut aufgehoben. Am Abend allerdings war dann ein Transport in einen abgelegenen Stadtteil Kiels zu einer “Mädchenparty” im Reihenhaus der Eltern einer Mitschülerin mit Rücktransport angesagt.
Heute nun war Gasteltern-Programmgestaltung durchzuführen. Meine verdienstvolle Gattin (vielen Dank, meine Liebe!) fuhr Kind, Gastkind, eine Mitschülerin und deren Gastkind zur Phänomenta in Flensburg, was ganz nett gewesen sein soll. Zur Zeit sind Frau, Kind und Gastkind in einem anderen westlichen Stadtteil Kiels, weil Mari Fußball(!) spielt. Mari spielt nämlich seit ihrem 6. Lebensjahr Fußball.
Heute abend ist auch irgendwas. Das kann sich aber noch ändern.
Morgen gehe ich wieder zur Arbeit. Das ist auch nicht schlecht.

Bericht aus den Bergen

Da im Moment ja nichts wichtiger ist als das Skilaufen, hier einige Bemerkungen zu diesem Thema:

Wir, Mann, Frau und Kind waren gerade acht Tage lang auf Skiern. Mit dem Bus fuhren wir des Nachts von Kiel in die Berge und nach einer guten Woche wieder nächtlich in umgekehrter Richtung nach Hause.

In Kiens, das liegt zwischen Bruneck und Brixen, nicht weit vom Brenner, ging es dann jeden Tag früh um viertelvorneun mit dem Bus zum Kronplatz und nachmittags um halbfünf wieder in das Hotel zurück.

Am Kronplatz gondelten wir in die Höhe, trafen uns um zehn Uhr bei Tonis Hütte (beim Gipfel) und begannen den Skikurs, so wie wir eingeteilt waren.

Um drei Uhr nachmittags endete der Skikurs mit rituellem Aufstellen eines Skis und dankbarem Skistockklopfen gegen die Kanten.

Im Tal kamen wir dann so zwischen halbvier und vier Uhr an, entweder abgegondelt oder abgefahren und trafen uns dann auf der Terasse der ‘Gigger-Bar‘.

Nach einem Bier oder einer Apfelschorle traten wir um vier oder um halbfünf die Rückfahrt zum Hotel ‘Leitgamhof‘ in Kiens an.

Um sieben Uhr abends fand dann das mehrgängige Menü statt, das anschließende Programm des Veranstalters und der Gang ins Bett.

Das Programm bestand aus 1x Kegeln, 1x Fackelwanderung ums Dorf, 1x Taufe der Anfänger und Dank an die Skilehrer, 1x kein Programm und ziemlich oft Bilder und Filme vom Tage gucken.

Das alles klingt nun ziemlich nüchtern oder gar freudlos. Aber das war es nun nicht.

Während der Busfahrt in das Skigebiet haben wir immer den ‘Kleinen Nils’ von der CD gehört. Der ruft bei einem norddeutschen Sender mit Kinderstimme immer Leute an und bringt sie in Verlegenheit. Hinterher müssen die Leute dann erfahren, dass sie ‘die ganze Zeit im Radio waren’.

Einmal haben wir während des Abendessens an unserem Tisch viel gelacht. Wir hatten ein Spiel erfunden, bei dem es darum ging, möglichst genau zu erraten, wann der nächste Gang serviert wird. Ich wurde Zweiter.

Ach ja! Ich habe das Herrenklo in der Gigger-Bar aufgesucht, weil meine Tochter mich schon im vorherigen Skiurlaub auf dieses Klo hingewiesen hatte. Die Herren lassen ihre Wasser gegen eine große Glasscheibe, hinter der sich ein gegipstes Alpenpanorama befindet. Sehr eindrucksvoll!

Eine Gelegenheit!

Man muss das Eisen schmieden, solange es noch heiß ist…
Daher, eine Sensation, ein Dokument mit der Unterschrift von

aus ihrer Zeit als Finanzministerin. Damit werde ich jetzt berühmt und ständiger Gast in den Talk-Shows dieser Republik (und vielleicht des Auslandes?). Brauche ich jetzt einen Manager, Steuerberater und evtl. Personenschutz? Wird sich mein Leben ändern? Werde ich reich?

Sparkasse oder Zirkus

Find ich schön:

ja, sagte sie, und ihr wunschpartner solle sie inspirieren, solle sie fröhlich machen, solle sie glücklich machen, solle es ihr besorgen, solle ihr gedichte schreiben und am besten noch vorlesen, und was verdienen solle er auch und auf jeden fall solle er zuverlässig sein und ehrlich und vernünftig.

opa hätte gesagt: sparkasse oder zirkus, da musst du dich dann schon entscheiden.

Der null,nichts

hat in Nullkommanichts recherchiert und ein Thema hervorgeholt, das alle Kieler betrifft, weil – wie Jedermann weiß – auch alle Kieler segeln:

Warum fallen Männer, die stehend urinieren, häufig über Bord

In dem obigen Aufsatz wird ein Urologe zitiert, der der Bruder meines jetzt im Ruhestand befindlichen früheren Chefs ist. Absolute Seriösität bei der Behandlung des Themas ist also gewährleistet.

In Kiel ist nicht los…

…aber in New York…

Dann habe ich zum Thema des “Öffentlichen Urinierens” mal kurz gegoogelt und habe dann sofort von diesem Vorhaben wieder abgelassen. Allerdings bin ich dann aber doch auf das Wort Paruresis gestoßen. Bei uns an der Küste sagt man dazu: “Watt datt nich allens gifft..”.

Da in jedem von uns der Forscher steckt, habe ich soeben noch das Wort “Miktion” gefunden und weise hiermit auf dessen Bedeutung hin.