Yukiho – Ein Schiff – Ein Prominenter

Wo soll ich bloß anfangen, hach war das aufregend!

Am Tag nach der Ankunft von Yukiho aus Osaka schien die Sonne herbstlich schön. Wir brachen schon um Zehn zu unserer Sightseeing-Tour auf. In Friedrichstadt gondelten wir mit dem Tretboot durch die Kanäle und sahen

dieses Schiff, die „Frenga„, das ich als Totalkontrastschiff zur Color-Magic beschreiben würde.

In St. Peter-Ording war im Restaurant mächtig viel Betrieb. Frau, Tochter und Besuch aßen Bauernfrühstück und icke Hering (gebraten).

War alles etwas fettig.

Aber – und jetzt kommts – neben meinem Ohr sagte eine bekannte Stimme „Moin Moin“.

Ich blickte auf – Achtung! – es war Uwe Seeler, der die ganze Zeit als Gast hinter meinem Rücken gesessen hatte und jetzt das Lokal verließ.

Auf dem Rückweg zum Auto versuchte ich meine Begeisterung über diese Begegnung auf Frau und Kind zu übertragen. Es gelang mir aber nicht. Auf mehrfaches, ungläubiges Nachfragen bestätigte mir das Kind, dass sie noch nie etwas von einem Uwe Seeler gehört hätte.

Die Rückfahrt nach Kiel, über Schleswig und Schloss Gottorf verlief schön, aber ereignislos.

Unglaublich, dieser Tag.

Gespräche Begegnungen mit Prominenten


Also heute, da war ja was los in Kiel. Da wurde das neue Schiff, die Color Magic, von dieser schönen Frau aus Bayern, dieser Ve’onica Fe“es getauft. Mann, war das ein Gedrängel, da unten am Wasser. Aber die Ve’onica wurde ja auf riesigen Bildschirmen gezeigt, wie sie mit den Leuten redete und dann die Flasche Sekt an die Bordwand schmiss. Mit so einem Patent, damit die Flasche auch wirklich kaputt ging. Ich konnte nicht dicht genug rankommen um mit ihr zu reden. Aber die anderen, die Oberbürgermeisterin, der Besitzer von den Schiffen und der Ministerpräsident, der Peter Harry, die durften alle mit ihr reden. Und natürlich auch der Kapitän in seiner schönen Uniform. Ein Minister war auch noch da. Den hätten sie beinahe vergessen. Der durfte dann auch noch mit ihr reden. Es war ganz toll. Im Prospekt von der Schiffstaufe fand ich das auch noch ganz toll, dass Frau Fe“es auch noch für die Salbe werben darf, mit der sie sich zu Hause immer so schön macht. Ich finde das sehr fair, dass andere Frauen die jetzt auch kaufen können und damit ihre Falten weg machen können. Auf dem großen Bildschirm waren aber doch ein paar Falten bei der Ve’onica zu sehen. Aber das ist ja auch gemein, wenn ihr Gesicht so stark vergrößert wird, dass man dann doch ein paar Falten sieht.
Ich bin dann gleich nach Hause und habe ein Bild von den vielen Menschen mit den Bildern von der Ve’onica aus dem Prospekt zusammen geklebt. Ach ja, das Schiff habe ich auch noch da drauf geklebt. Ein schönes Schiff ist das.

Gespräche mit Prominenten


Meine Begegnung mit dem gestrigen Prominenten hat mich bis in die Träume verfolgt.

Heute Nacht wurde ich in das Kabinett des Dr. Schäuble vorgeladen. Ich stand dort, nackt, klein und zitterig vor dem Gewaltigen und seinem Gefolge.

„Wuestenfloh, Du hast Dir aus dem Internet ein Bildnis der Kanzlerin heruntergeladen und sie anschließend mit Photoshop entkleidet!

Was hast Du dazu zu sagen!“

Ich wachte schweißgebadet auf.

Ich habe dann gegrübelt und mir das Hirn zermartert, wie es zu diesem Traum gekommen sein könnte. Ein Foto der Kanzlerin downgeloadet?

Nie und nimmer nicht habe ich das getan. Viel zu brisant das, heutzutage. Dann ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen! Dieses Bild war es! Ja, dieses Bild hat mich im Traum heimgesucht:


(Quelle: Vintage Photographs)

Gespräche mit Prominenten

Prolog:
Christian Schröder vom NDR (auf Bild klicken!), am Hindenburgufer, Kinderwagen schiebend, gähnend. Ich, auf Inlinern, entgegenkommend. Gattin, neben mir, Rad fahrend.

Dialog:
Ich: „Müde?“
Schröder: „Ach ja, ein bisschen.“

Epilog:
Gattin: „Wer war das denn?“
Ich: „Christian Schröder!“
Gattin: „Ach so, hab‘ ich so schnell nicht gesehen.“

Der Countdown läuft…

In neun Tagen bekommen wir unsere Japanerin für eine Woche.

Töchterchen war zum Vorbereitungstreffen in der Schule.

Alle anderen Schüler/innen waren mit Eltern dort, in einem Fall war sogar eine Oma mitgekommen

Was gibt es zu bedenken (tabellarisch, unsortiert):

* Japaner schlürfen ihre Suppe. Das ist höflich. Sie beugen sich tief über den Teller
* Japaner essen am liebsten Fisch
* Japaner vertragen keine Milchprodukte
* Japaner essen weder Schwarz- noch Mischbrot
* Japaner sagen nie „nein“. Deshalb immer Fragen stellen, die Japaner positiv beantworten können
* Japaner kennen keine Dusche. Deshalb Japaner unbedingt erklären wie eine Dusche funktioniert. Sonst Hochwassergefahr
* Japaner sind nach zwei Schluck Bier hinüber
* Japaner sprechen nur schlecht Englisch. Langsam reden
* Japaner möchten gerne Burgen und Schlösser sehen. Am liebsten Neuschwanstein
* Japanische Männer sind Machos, es kommen 17 Mädchen und 2 Jungs
* Wenn vorhanden, werden Türme von Japanern auch bestiegen
* Japaner leben meistens in Japan, wenn Sie nicht in Kiel zu Besuch sind
* Japaner können alle gut Judo..also aufgepasst!
* wird fortgesetzt

Wir schreiben einen Roman (in der Küche)

Ist doch nett, wenn die Eltern noch mit dem Kind reden.

Das Kind hat Spass an der Schule. In Deutsch soll sie auf fünf Seiten eine Geschichte zustande bringen, in der ein „Adrian Soundso“ HartzIV-Empfänger ist, Havannas raucht, gerne kocht und angelt. Er ist geschieden und hat zwei erwachsenen Kinder.

Ich (der Vater) habe bei den Handlungsentwürfen, die wir in der Küche diskutierten, den Bankbeamten vorgeschlagen, der nach dem beruflichen und ehelichen Scheitern mit Pennern zusammen angelt und an einer guten Rotweinflasche stirbt, die ihm über den Kopf gezogen wird.

Den Bankbeamten wird das Kind wohl in die Geschichte einbauen. Ansonsten hat sie eher Sympatien für Kettensägen.

Seltsam…

…ich schwang mich auf mein Zweirad und radelte in zwei mal zwei Minuten runter zum Wasser.

Dort traf ich zwei Brücken, die alte und die neue Gablenzbrücke. Als ich mich dann entfernte und noch zwei mal umdrehte, vielleicht zweihunder Meter von den Brücken entfernt, sah ich die zwei Brücken noch zwei mal.

Vielleicht zwei Kilometer weiter lagen dann zwei große Schiffe am Kai.

Dann fuhr ich weitere zwei Kilometer bis zum Bisstrorante. Dort trank ich ein Bier.

Das war seltsam.

Psst…


Nicht ganz ohne Stolz darf ich hier und im Jetzt mitteilen, dass mein bloggerischen Wirken dazu geführt hat, dass ich in einen konspirativen Bund aufgenommen wurde, der neuerdings nicht mehr von den Gestaden der Elbe aus gelenkt wird sondern, wenn schon denn schon, jetzt von den grünen Matten unserer Allgäuer Alpen seine Weisungen erteilt.

Die ganze Sache ist aber ziemlich geheim. Also – nicht weiter sagen!