Das Grauen

kommt näher! Mein Personalausweis ist abgelaufen.

In Mainz darf eine Frau am 23. Februar das Haus nicht verlassen, wenn die Anschrift in ihrem Personalausweis nicht bis dahin mit ihrer Wohnanschrift übereinstimmt. Was wäre gewesen, wenn ihr Ausweis ungültig gewesen wäre???

Der DHL-Bote hat einen Freund, der in der Nähe des Schlosses wohnt. Der Freund muss ausziehen, damit das FBI einziehen kann.

Und das alles nur, weil uns ein Arsch mit Ohren besucht!!!

Helau

Von Helau versteh ich überhauptgarnix. Mit soundsovielen Jahren auf dem Buckel bin ich noch nicht einmal dabei gewesen. Und, jawohl ich schäme mich, das Töchterchen, das ja nun schon einige Zeit in Kölle wohnt und arbeitet, habe ich auch noch nicht besucht. Und heute, habe ich am letzten Sonntag der Frühstückszeitung entnommen, ist doch der Schlipsabschneidetag!

Mein Anteil an diesem Ereignis ist nun ein Rundgang durch die Blogrolle auf der Suche nach karnevalistischen Spuren. Die Gemeinde scheint da auch ziemlich ignorant zu sein.

Hier die erste Spur:

die fellchen haaren, die federbälle draussen sitzen im pladder-regen und singen was der schnabel und lunge hergibt, nach karneval kommt der frühling, nach dem zoch kütt die sonne. hurra.

Aber nu!!!! Ich habs doch geahnt!!! ELLE FEIERT. Denn man Prost! Versseihunk! Helau!! Ist ‚Bützen‘ eigentlich auch, wenn man Frau und Kind küßt??

Franziska flüchtet…

Nico hat gemerkt, dass Karneval ist….

Der Mehrzweckbeutel in Düsseldorf äußert sich eher distanziert…

Aaaaaaaaber die SCHNATTERLIESE
möchte soooooooooo gern nach Köln… Ein geschnattertes Zitat:

liebe lotta, mit eine träne in meinem persönlichen knopfloch, wünsch isch üch vun häzze vill spass!

Bei Sascha läuft auch etwas, aber was?

KIND aus Köln, wie gehts denn so die Tage??? Schreibma!!!

Was zum Nachdenken…

Neben uns saßen Kulturbürger. Kulturbürger haben im Grunde keine wirklichen Interessen oder Leidenschaften. Sie sitzen ausdruckslos, devot und ernsthaft im Restaurant, trinken teueren Wein und warten darauf, endlich den Weg auf die kulturelle Schlachtbank zu gehen.

Sie gehen ins Theater oder in die Oper weil das von Kulturbürgern so verlangt wird. Sie strahlen Hörigkeit aus, Hörigkeit den Theatermachern gegenüber, die sie damit begründen, dass der Intendant, der Regisseur oder der Dramaturg ja etwas können muss, wenn man ihn zu dem gemacht hat was er ist. Der eigene Geschmack, das eigene Interesse hat sich der Kunst der Theatermacher unterzuordnen, schließlich wissen die, was Kultur ist.

Ich frage mich, ob ich eine Meinung habe, bevor ich die Meinung Anderer höre oder lese. Würde mir gerne einbilden, dass es so wäre…

Nachtrag:

Unser liebes Stadttheater trägt eine nicht geringe Mitschuld an seiner heutigen Misere. Es hat sich selbst in Misskredit gebracht durch ästhetische Arroganz seinen Besuchern gegenüber. Indem es zu einer Selbstbefriedigungsmaschinerie verkommen ist: das Theater als Onanieranstalt für Regisseure (die nur noch der Programmzettel so nennt) – wer will schon als Zuschauer bei solchen Übungen stören?

Als Büromensch

empfinde ich diesen Bericht als ziemlichen Kontrast zu meinem täglichen Einerlei.

Hier, in warmer Stube, das Notebook auf den Knien, ein Jever in Reichweite, mit zwei weiblichen Familienmitgliedern, auch in Reichweite, die immer noch versuchen, an mir Verbesserungen vorzunehmen, will ich auch nicht klagen.

Es regnet und prasselt gegen die Velux-Fenster. Schön, dass die Häuser hohl sind.