Werte Herrschaften…

…wenn es sonst nichts Erfreuliches gibt, kann man sich doch mal mit Spielkram beschäftigen.

Nehmen Sie sich doch einen Augenblick Zeit und rollen Sie auf der rechten Seite runter, bis Sie das Logo von Google-Maps mit der Überschrift „Bei Uwe:“ gefunden haben.

Nachdem Sie auf das Google-Logo geklickt haben, erscheint eine Karte, die auf Uwes Etablissement fokussiert ist. Auf der Karte können Sie nun herumklicken, zoomen oder auf Satellitensicht umschalten, ganz wie es beliebt.

Und wenn Sie ganz viel Glück haben, könnten Sie dieses Paar auf der Karte finden:


PS: Die Flasch Flens kostet jetzt aber 1,80 Euro. Uwes Webauftritt wird nicht mehr gepflegt.

Perspektiven

Da unten rechts wohnt Ernst Tode, Jahrgang 1916.

Wir haben ihn gestern auf der Straße angesprochen, als wir leicht angeschickert nach diversen probierten Weinen in Jaques Weindepot nach Hause gingen.

Er war uns die letzten Tage und Wochen aufgefallen, weil er die Straße hinauf und hinab ging und dabei die Häuser fotografierte.

Er ist, wie sich herausstellte, gerade 90 Jahre alt geworden. Er erzählte uns unter anderem, dass sein Sohn sich für alte Autos interessiert. Deshalb hätte er kürzlich einen Uralt-Volvo aus unserer Straße fotografiert und seinem Sohn das Foto zugemailt.

Ich habe ihm, gleich nachdem wir zu Hause angekommen waren, eine Mail geschickt und ihn gebeten, uns doch mal ein Foto zu schicken.

Das hat sich Ernst Tode nicht zweimal sagen lassen und uns ein aktuelles Foto von seinem Balkon geschickt.

Grummelgrummelgrummel…

Wenn unter der Eigentumswohnung Schwamm festgestellt wird, der Fußboden rausgerissen werden muss, wir ganz oder zeitweise ausziehen müssen, die Kosten für die Eigentümergemeinschaft und auch für uns erheblich sein werden, das Haus zum Zeitpunkt des Kaufs der Wohnung verschwiegenerweise schwammbefallen war:

Ist das dann ein Grund ab und zu mal schlechte Laune zu haben?

Oder etwa nicht?

Pieps!

Pieps! Ein Lebenszeichen aus der Wueste. Viel los im Moment. WM, Sommerhitze. Umzugsvorbereitungen für meine tüddelige Mutter. Bauarbeiten unter uns und um uns. Temporärer Umzug? Wir entwickeln Gute-Laune-Mechanismen. Schließlich sind wir hier nicht in Bagdad oder in Gaza. Ist doch wahr, nicht?

Neptun

Das Düsternbrooker Gehölz bei uns in Kiel ist schon eine mystische Angelegenheit. Es liegt zwar fast mitten in der Stadt, aber die dunklen Ecken in diesem Stadtwald sind unbekannt. Die Leute gehen ihre Wege, die sie schon immer gegangen sind und sind zufrieden.

Mich hat es heute in einen Weg verschlagen und von diesem Weg in einen anderen Weg. In dem schillernden Grün, so kam es mir vor, sah ich einen tiefgrünen Teich, der mich in seinen Bann zog.

Das Foto, das ich gerade noch fertig brachte, zeigt diesen Teich.


Was ich aber nicht mehr fotografieren konnte, war das Getöse, das Brodeln und Kochen, das sich aus dem Tümpel erhob und jemand hervor brachte, der nur der leibhaftige Neptun sein konnte.

Hier seht ihr Neptun, der sich aus dem Tümpel, ich bin der Augenzeuge, erhoben hat und auf der Krusenkoppel in Kiel die Herrschaft über die Kinder übernommen hat.

Neptun hat dafür gesorgt, dass sein Weg aus dem Tümpel in die Welt der Menschen den Menschen verborgen bleibt.

Was er mir, der ich zufällig dabei war, allerdings nicht verbergen konnte, waren Einblicke in die wässerige Unterwelt, die sich im Augenblick seiner Übersiedelung aus dem Teich zur Krusenkoppel vor mir auftaten.

Hier sind die Bilder, die ich gesehen habe, und die ich nach bestem Wissen und Gewissen hier wiedergebe.

Später, als Neptun sein Regiment über die Kinder wieder abgegeben hatte, habe ich ihn am Hindenburgufer wieder gesehen.


Er hatte seine Habseligkeiten auf einem Einkaufswagen aufgetürmt und war dabei, sie wieder in seinen Teich zurück zu bringen.

Bodenfund bei meiner Mutter

Inhalt in lesbarer Form:

Berlin Wilmersdort, 28.12.1918

Der Gefreite Christian Seier,
war seit 1913 mein Pferdebursche, hat mich
während des ganzen Krieges bei den verschiedenen
Truppenteilen, zu denen ich als Kompagniechef und
Bataillionskommandeur versetzt wurde, begleitet
und in treuester Anhänglichkeit zu mir gestanden.

Er hat sich als absolut zuverlässig und ehrlich
erwiesen, meine Pferde besonders gut und liebevoll
in Stand gehalten und auch sonst als Soldat und
als Mensch sich überall vortrefflich bewährt.

Besonders muß ich hervorheben, daß er 1916 in
Noyelles bei Lens trotz starkem Artilleriefeuer
und seiner bereits stark vorgeschrittenen
Erkrankung an Blinddarmentzündung unter
großer persönlicher Lebensgefahr meine Pferde
sattelte und besorgte; wenige Stunden nachher
lag er schwer krank und operiert im Lazarett.

Auch im Kameradenkreise war er wegen
seiner stets gleichmäßigen Freundlichkeit,
Ruhe und Hülfsbereitschaft sehr gern gesehen.

Ich bewahre ihm ein sehr treues Andenken
und wünsche ihm das Beste für seine Zukunft.

Saar (?)
Major
Inf.Regt. Nr.84,zuletzt
im Kriege Battr.Kdr. im I.R.54

Christian Seier war der Vater meiner 85 Jahre alten Mutter.
Hier steht noch mehr zu meinem Opa.

Die Seele aus dem Fegefeuer springt….

Die Seele aus dem Fegefeuer springt,
wenn man dir für 20 Cent pro Wange
die deutschen Farben auf die Backe bringt.

Ich habe dann zur Kieler Woche auf dem Internationalen Markt noch auf 50 Cent zu Gunsten der Heilsarmee aufgerundet und bin dann als patriotischer Indianer durch die Menschenmengen nach Hause gegangen.

Um den vaterländischen Gedanken noch mehr zu fördern:

Deutschland!

Deutschland!

Inhaltsangabe für Herrn Fellow Passenger

REISE DURCHS A ; von Alf Henrikson;
Mit 137 Zeichnungen von Birger Lundquist;

Das A ist Anfangsbuchstabe des Alphabets. Aber auch Tor zu einer bunten, eigenartigen Welt. Kein Abenteuerroman kann aufregender sein als „Die Reise durchs A“ , eine Reise durch die Welt- und Kulturgeschichte von heute bis zur Sintflut.

Ganz einfach ist die Fabel. Zwei „Bücherwürmer“ bohren sich durch den Einbanddeckel eines Konversationslexikons. Auf diesem Wege geraten sie nicht nur ins Innere des Bandes: Eine Anzahl der darin versammelten Stichworte werden ihnen persöhnlich Erlebnis, ja Schicksal.

Eine einfache Fabel, aber was hat die Phantasie eines Alf Henrikson aus ihr gemacht! Das ist nicht irgendein Jugendbuch, das ist ein mit glühender Phantasie geschriebener Roman, der den Leser von der ersten bis zur letzten Zeile in Atem hält. Die Begriffe Raum und Zeit verlieren ihre Bedeutung, altehrwürdiger Wissensbestand wird leibhaftige Anschauung und spannendes Erlebnis. Ob sich die „Bücherwürmer“ in der Astronomie plötzlich den Bewegungsgesetzten des Kosmos unterworfen sehen, oder in Assyrien als Gefangene schmachten, ob sie sich vor der Sintflut auf die Arche retten, oder sie mit Archimedes plaudern,- die Phantasie Alf Henrikson sprüht unaufhörlich.

Abstrakte Begriffe sogar wie Arithmetik oder Assimilitation, erklären sich in fesselnden Bildern wie von selbst. Erst wenn man das Buch zuschlägt, merkt man, daß man etwas gelernt oder Vergessenes wieder erobert hat. Köstlicher Humor beschwingt die Schilderung und führt die begnadete Hand des Zeichners Birger Lundquist, dessen reife Kunst auch verwöhnte Augen entzückt.

(gefunden in einem Google-Cache zu „Alf Henrikson“)

Update:
Dreizunull gerade eben.

Kpt. R.meldet sich

Wir haben Korea am 5. Juni verlassen und in Shanghai mit der Beladung begonnen. Von dort ging es ueber Hong Kong nach Singapur, von dort werden wir gleich abfahren und uns auf den Weg nach Mauritius, Madagaskar und Durban machen.

Durban soll mein Abloesehafen werden. Voraussichtlich werde ich dort am 1. Juli abfliegen.